Denke Global – handle Lokal

Occupy Global hat eingeschlagen, wie eine Bombe. Hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen gingen für ein würdiges Leben und gegen einen menschenverachtenden Kapitalismus auf die Straßen. Von Nordamerika bis nach Australien – weltweit – gingen nicht junge Menschen und Mittelose auf die Straße, sondern auch ältere Bürger und mittelständische Familien. Alle folgten dem Beispiel der New Yorker: Sich nicht unterkriegen lassen und gegen Ungerechtigkeit kämpfen. In Berlin gingen 5000 Menschen um 13.00 Uhr vom Neptunbrunnen am Alexanderplatz los und marschierten  bis zum Platz der Republik vor dem Kanzleramt und auf die Wiese vor dem Reichstag. Man kam sogar auf die Idee ein Camp aufzuschlagen, nach dem Beispiel der Spanier und Israelis. In Köln sollen es 1500 und in München wenigstens einige Hundert Demonstranten. In London soll es zum Highlight gekommen sein, als Julian Assange, Wikileaks-Gründer, zu den Occupy-Leuten durchbrach.

In Rom soll es zu Ausschreitungen gekommen sein und in Boston soll ein Mitglied der United States Coast Guard angespuckt worden sein. Hilflose und substanzlose Versuche, die Proteste schlecht zu machen. Warum wird das getan?

Unsere Medien sind, so schwer es auch zu ertragen ist, definitiv nicht neutral und objektiv. So gehört die Spiegel Gruppe zu 25,5 % Gruner und Jahr (G + J), welche zu 74,9 % der Bertelsmann AG gehört, Europas größtem Medienkonzern. Der wiederum ist eng verbunden mit der Familie Mohn, die durch den Thinktank “Bertelsmann Stiftung” 77,6 % der Bertelsmann AG besitzen soll. Diese Macht nutzt auch die Familie Mohn. So soll sich Liz Mohn 2004 bereits für Angela Merkel als Kanzlerin ausgesprochen haben, ein Jahr vor ihrer Wahl. Dieses System aus Stiftungen und Think-Tanks dient dazu, die direkte Machteinwirkung auf die Medien durch die Familie Mohn zu verschleiern. Ein weiteres Beispiel für die Medienkonzentration ist Unteranderem auch die Axel Springer AG. So soll die Witwe des toten Axel Springer, Friede Springer, knapp 90 % des Anteils an dem Kernunternehmen “Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co” besitzen. In der AG selbst hält sich 7,0. Wichtig ist das genannte Kernunternehmen, welches Unteranderem das meistgelesene Blatt Deutschlands, “Bild” mit 12,53 Millionen Leser, publiziert. Auch hier so scheint es gibt es eine Freundschaft zwischen der Medienmatriarchin und Kanzlerin Merkel. Sie ist nicht nur eine Freundin der Kanzlerin und CDU-Mitglied, sondern nahm auch seit der 13. Bundesversammlung, 14. Bundesversammlung, 15. Bundesversammlung teil, welche den Bundespräsidenten wählt. So scheint es, als sei sie viel offensiver am politischen geschehen beteiligt, als Frau Mohn.

Daraus kann man ersehen, welche mediale Macht in den Händen einiger weniger liegt. Diese Medien beeinflussen nicht nur den Bürger in seiner Meinungsbildung, sondern auch in der Meinungsbildung in den politischen Machtzentralen. Auch die auf wenige Personen konzentrierte  Macht der Medien ist vielen Menschen ein Dorn im Auge. Zu Recht. Zuviel Machtkonzentration ist eine Gefahr für die Demokratie und führt mit wachsendem Einfluss auf die Politik, zu einer Art Hilflosigkeit gegenüber den Mächtigen seitens der Bürger. Doch jetzt zum eigentlichen Thema: Was kann ich tun?

Es gibt viele Wege den mächtigen zu zeigen, das man sich nicht unterkriegen lässt. Hier die Möglichkeiten.

1. Die Briefwelle

Schreiben sie an ihren Vertreter im Stadtrat, im Landtag, im Bundestag und fordern sie ihn dazu auf sich zu der Bewegung zu bekennen. Machen sie das solange, bis er nachgibt. Das wird nicht sofort geschehen, sondern nach einer Welle von Briefen und E-Mails.

2. Der Bankenrun

Sie mögen keine Banken? Gut. Dann tun sie Folgendes: Gehen sie zu ihrer Bank und heben sie ihr gesamtes Geld ab. Wenn das so viele wie möglich tun, versiegen die Kapazitäten der multiplen Geldschöpfung der Geschäftsbanken. Durch weniger Kreditvergabe sinkt der Gewinn der Banken. Um dies zu verhindern, werden Banken sogenannte “Bankfeiertage” einführen, an dem die Schalter geschlossen bleiben. So setzen sie Bank lahm und mit jedem Tag, an dem die Schalter geschlossen sind, macht die Bank Verlust. Das wird ihnen am meisten wehtun.

3. Sitzblockade

Leicht und symbolträchtig, aber sehr hart in der Ausführung. Sie setzen sich einfach vor den Eingang ihrer Bankfiliale und stören den Zutritt in die Bank.

4. Diskussionsrunden

Finden sie gleichgesinnte und Gründen sie Stammtische und Gruppen. Egal ob real in der Kneipe oder auf Facebook in der Gruppe. Reden sie, informieren sie sich gegenseitig, tauschen sie Ideen aus und das Wichtigste: Bauen sie Connections zu anderen Gruppen auf. Den nur ein informiertes Volk ist effektiv. Politiker fürchten ein kritisch-denkendes Volk, den von ihnen geht eine Gefahr für ihre Macht aus. Vielleicht ist das der Grund für sinkende Bildungsausgaben?

5. Stay connected

Revolutionen klappen nur durch eine funktionierende Informationskette. Wie in 4. schon gesagt: Bleiben sie in Verbindung. Egal ob über Facebook, Twitter, MSN Messenger, Skype, ICQ, E-Mail, Briefe oder Brieftauben. Immer Informationen austauschen und verbreiten. Dazu zählen nicht nur Videos und Bilder, sondern auch Veranstaltungen, Berichte und sogar Gerüchte.

6. Mit dabei sein und dran bleiben.

Egal was sie machen, das Wichtigste ist immer mit dabei zu sein und dran zu bleiben. Eine Revolution/Paradigmenwechsel kann man nicht an einem Tag erzwingen. Es benötigt Zeit und viel Schweiß. Sich nicht entmutigen lassen und dran bleiben.

Das sind so mal kleine Tipps und Tricks für eine Revolution. Es wird gelingen, den wir, die 99 % sind mächtiger als die 1 %. Nur wussten wir es nie. Geblendet durch Medien. Aufgehetzt durch Lügen. Manipuliert mit Unterschieden, wie Nationalitäten, Hautfarbe oder Sprache. Das zählt nicht mehr. Den wir sind 99 % – vereint, im Glauben an eine gerechtere Welt.

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One thought on “Denke Global – handle Lokal

  1. Angela Franke says:

    Morgen wieder vor dem Reichstag!!!

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