Hast du mal’n Euro ? Möchte Krieg führen

Endloser Krieg mit negativem Ausgang ? Quelle : dapd/DerWesten.de

Endloser Krieg mit negativem Ausgang ? Quelle : dapd/DerWesten.de

10 Jahre und 23 Tage alt ist er nun. Der Krieg, der alles veränderte und deutsche Soldaten in die luftigen Höhen des Hindkush brachte, wo nach Peter Struck (SPD) Deutschland verteidigt wird. 4.590 Soldaten und Soldatinnen sind im Einsatz. 53 kamen nicht lebend nach Hause. Die Zahl der Soldaten und Soldatinnen mit Post-traumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Im ersten Halbjahr seien bereits 451 Soldaten an dieser psychischen Krankheit erkrankt, dessen Symptome nicht nur Schlaflosigkeit und Gereiztheit, sondern auch Angstanfälle, bis hin zu Depressionen und Suizid führen können. Doch auch finanziell schadet dieser Einsatz der Bundesrepublik. Laut einer Berechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und Spiegel Online hat dieser Krieg bis zum heutigen Tage,  17 Milliarden Euro verschlungen, das ist etwas mehr als 50 % des deutschen Verteidigungshaushaltes. Weitere fünf Milliarden Euro sollen es bis Ende 2014 sein. Ab dann soll der Abzug beginnen. Die Bundesregierung schätzte das bis heute nur 5,5 Milliarden Euro in den Sand gesetzt wurde.

Schauen wir uns Erfolge und Kosten des Krieges an und prüfen die Effektivität. Der Drogenhandel und die Opiumfelder blühen, genauso wie die Geldbeutel der Warlords und Taliban. In Kabul sitzt eine Regierung, die zwar die Städte beherrscht, aber auf dem Land machtlos ist. Die Afghanische Nationalarmee ist von außen eine intakte Armee, aber durch und durch korrupt, genauso wie die Regierung. Die Taliban und ihre Unterstützer kommen in Massen ins Land und verüben Anschläge. Auch die Bevölkerung so scheint es, ist den ISAF-Einheiten auf den ersten Blick wohlgesonnen, aber viele hegen immer noch tiefes Misstrauen gegen über den westlichen Soldaten. Die USA haben sich Unteranderem durch diesen Krieg überschuldet und kämpfen mit dem Staatsbankrott. Einziger Erfolg: Die Gesellschaft ist zwar immer stockkonservativ, aber durch Gesetze können viele zur Schule gehen und auch die Gesundheitsversorgung in Städten soll sich gebessert haben. Des Weiteren kann man den Tod Bin Ladens als größten Erfolg proklamieren.

Dennoch ist dieser Krieg nicht zu gewinnen, solange die Bevölkerung immer noch zu großen Teilen zu den Taliban hält, trotz der inhumanen Bedingungen während ihrer Herrschaft. Außerdem ist es nicht möglich den Nachschub an Kämpfern aus Pakistan zu unterbinden und die Korruption in der Afghanischen Nationalarmee entgegenzukommen.

In der gesamten Geschichte der Menschheit hat noch niemand Afghanistan erobert. Weder die Briten noch die Russen. Alle sind gescheitert. Das Problem ist nicht nur weite des Landes und die Geografie, sondern auch der schier unendliche Nachschub an Taliban und Waffen. Es ist natürlich traurig, was nach einem Abzug geschieht, aber vielleicht kann man was dagegen tun und die Folgen dessen abfedern. Ich denke da an ein militärisches Unternehmen, ähnlich wie Operation Babylift oder an Operation Passage to Freedom. Nicht alle werden wir rauskriegen, aber wenigstens einige.

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